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 Am kommenden Wochenende, 30. Juli bis 1. August 2010, ist es soweit. Würzburgs Community feiert seinen CSD. Neben dem Straßenfest mit zahlreichen Info- und Verkaufsständen und dem Demozug durch die Würzburger Innenstadt, gibt es auch musikalische Highlights zu erleben. Ein buntes, tolerantes Programm findet auch in diesem Jahr wieder auf dem Unteren Markt statt. Die Toleranz Fabrik e.V. als Veranstalter des Christopher Street Day (CSD) in Würzburg hat sich in diesem Jahr die Forderung nach völliger rechtlicher Gleichstellung von Homosexuellen auf die Fahnen geschrieben. Der CSD wird daher ganz unter dem politischen Motto „Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich! - Wirklich alle?“ stehen.
Auch Gesetze und Urteile allein können solche gesellschaftlichen Einstellungen nicht ändern; positiv beeinflussen können sie diese aber allemal. Die Toleranz Fabrik e.V. fordert daher mit dem Würzburger CSD die völlige rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen.
Welche Benachteiligungen zum Beispiel lesbisch und schwule Paare mit Kindern gegenüber heterosexuellen Paaren mit Kindern haben machte der Vortrag von Dr. Elke Jansen, Leiterin des Projekt Regenbogenfamilien des Lesben- und Schwulenverbands in Deutschland (LSVD), am Mittwoch, 21. Juli 2010, unter dem Titel „Kinder in Regenbogenfamilien nicht von schlechten Eltern? - Zentrale Ergebnisse der ersten repräsentativen Studie in Deutschland“ deutlich.
Die Toleranz Fabrik e.V. fordert deshalb besonders, dass gleichgeschlechtliche Paare und Familien endlich mit der Ehe gleichgestellt und vor Diskriminierung geschützt werden müssen. Die Einführung der Eingetragenen Lebenspartnerschaft im Jahr 2001 könne lediglich als logischer Anfang gesehen werden. Denn für das Fortbestehen dieses verfassungswidrigen Zustands könne es in unserem Rechtsstaat keinen Grund geben. Weshalb sollen Menschen, die bereit sind für einander einzustehen und gemeinsam etwas aufbauen wollen, weiterhin genau hierfür bestraft werden, fragt sich der Toleranz Fabrik e.V.CSD Würzburg: Diskriminierungsverbot ins Grundgesetz!Der Vorsitzende der Toleranz Fabrik e.V. (Träger des CSD Würzburg) Stefan Schimmel erklärt: „Die Einladung geht an alle Würzburgerinnen und Würzburger. Der CSD ist Demonstration und Fest und wir laden jeden – unabhängig der sexuellen Orientierung – ein mit uns zu demonstrieren aber auch zu feiern. Das Motto ,Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich! - Wirklich alle?' wirft fragen auf, lassen Sie uns darüber reden. Wir von der Toleranz Fabrik e.V. stehen hierfür gerne zur Verfügung“.
Der politische Auftakt des CSD findet am 30. Juli 2010 im im Wappensaal des Rathauses mit dem Schirmherr und Oberbürgermeister Georg Rosenthal statt. Als politischer Gastredner wurde Florian Pronold, MdB und Landesvorsitzender der SPD Bayern eingeladen. Die Moderation wird Axel Hochrein (Bundesvorstand LSVD) übernehmen. Ab 22.00 Uhr darf dann auf der csd.volution im Zauberberg gefeiert werden - vom Feinsten versteht sich.
Der Samstag steht ganz im Zeichen des Straßenfestes und der Demo durch die Würzburger Innenstadt. Ab 14.00 Uhr und nach Jahren wieder auf dem Unteren Markt – im Herzen der Stadt. Von hier startet dann auch um 15.00 Uhr der Demo-Zug.
Pressesprecher Markus Sieber erklärt dazu: „Wir freuen uns in diesem Jahr wieder auf den Unteren Markt den Christopher Street Day stattfinden zu lassen. Wir sind Teil der Gesellschaft und als dieser Teil sollte wir im Herzen der Stadt sein. Gerade in diesem Zusammenhang war es wichtig, dass seitens der Verwaltung frühzeitig uns der Platz zum passenden Zeitpunkt zur Verfügung gestellt wurde“.
Bei dem Straßenfest mit zahlreichen Info- und Verkaufsständen gibt es auch musikalische Highlights zu erleben: Die Schweinfurterin Steffi List konnte bereits Stefan Raab überzeugen und der Toleranz Fabrik e.V. freut sich, dass sie auch in diesem Jahr den Würzburger CSD rocken wird. Für heiße Sambarhythmen während des Demozuges sorgt die Gruppe „Bateria Quem E“, die sich aus Sambistas verschiedener fränkischer Sambagruppen zusammensetzt.
Zur Tradition geworden ist das Gedenken an all jene, die den Kampf gegen Aids verloren haben. Während einer stimmungsvollen Schweigeminute werden dann Luftballons gegen das Vergessen in den Himmel über Würzburg steigen, die Träume, Hoffungen und Wünsche mitnehmen. Info: Weitere Informationen unter http://www.csd-wuerzburg.de
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