Stuttgart: CSD Stuttgart 2010 zieht durch Stuttgart

eingereicht durch Matthias & Markus am Mittwoch, 28. Juli 2010 (24 gelesen)

Szene

Sicherheit wird groß geschrieben beim CSD Stuttgart. Und dass nicht erst seit den Ereignissen bei der Loveparade in Duisburg vor ein paar Tagen. Auch im Vorfeld der CSD Polit-Parade am kommenden Samstag, den 31. Juli 2010, durch Stuttgarts Innenstadt, trafen sich wieder die Demonstrations-Verantwortlichen mit den zuständigen Behördenvertretern, um eine reibungslose Durchführung zu garantieren.

© 2010 IG CSD Stuttgart e.V.
Bunt, schrill und politisch auch 2010: CSD Polit-Parade Stuttgart
Den glamourösen Startschuss in den CSD Stuttgart bot auch in diesem Jahr die mittlerweile elfte CSD Eröffnungsgala, am 24. Juli 2010, welche zum zweiten Mal in der modernen Carl Benz Arena im Stuttgarter Neckarpark stattfand. Moderiert von Frl. Wommy Wonder und ein buntes Kultur- und Showprogramm aus Kabarett, Comedy, Chanson und Akrobatik bietend, dieses Jahr sorgten unter anderem Lisa Fitz und ihr Sohn Nepo für ein kabarettistisches Unterhaltungsprogramm, der niederländische Pianist und Entertainer Robert Kreis brachte die Stimmung der 20er und 30er Jahre in die Carl-Benz-Arena, darüber hinaus wurde dem Publikum der neue CSD Mottosong 2010 „Wäre es nicht schön?“ von Holger Edmaier vorgestellt, blieb weder die Politik noch die Sicherheit auf der Strecke. Nicht nur die Organisatoren, sondern auch die Hausherren hatten, insbesondere nach dem Bekanntwerden der Ereignisse bei der Duisburger Loveparade, alles getan, damit die Gäste den Abend in guter Erinnerung behielten.

Und dies soll jetzt auch für die am Samstag, den 31. Juli 2010 stattfindende CSD Polit-Parade gelten. Sicherheit geht vor, hieß es seitens der Demonstrationsveranstalter der IG CSD Stuttgart e.V., welche sich am 26. Juli 2010 mit den Verantwortlichen von Stadt, Polizei und Feuerwehr zur finalen Besprechung rund um die Sicherheitslage im Rahmen der CSD Polit-Parade durch Stuttgarts Innenstadt trafen.

Änderung des Streckenverlaufes durch Baustelle

Hierzu erklärt Christoph Michl, Vorstand und Gesamtleiter, des CSD Stuttgart: „Als Veranstalter von Süddeutschlands größtem Christopher Street Day (CSD) hat die Sicherheit der TeilnehmerInnen und ZuschauerInnen allerhöchste Priorität. Daher war es für uns selbstverständlich nach der schrecklichen Tragödie in Duisburg kurzfristig noch einmal das Sicherheitskonzept der CSD Polit-Parade in Stuttgart im Detail zu prüfen. Auf der Basis dieses seit Jahren bewährten Konzepts kommen wir gemeinsam mit den Behörden zu der festen Überzeugung, dass die beiden Veranstaltungen nicht vergleichbar sind. Erhöhte Risiken oder gar Gefahrenquellen sind für alle Beteiligten nicht erkennbar.“

Dennoch gibt es eine Änderungen für die Demonstration am Samstag. Aufgrund einer größeren Baustelle im Bereich der Marktstraße vor dem Breuninger, wird der Zug nicht – wie gewohnt – von der Eberhardstraße links die Marktstraße einmünden, sondern vor dem Breuninger Kaufhaus rechts entlang ziehen.

An der Hauptstätter Straße trennt sich der Zug dann in zwei Richtungen: Fußgruppen, Motorräder und PKWs fahren links und biegen dann erneut links in die Dorotheenstraße (Innenministerium) ab. Dort wird dieser Teil des Zuges aufgelöst. LKWs – sowohl Wagen bis 7,5 t als auch die großen Sattelzüge – biegen von der Marktstraße in der Hauptstätter Straße nach rechts ab, werden dort gesammelt und dann mit ihren Besatzungen in mehreren Kolonnenfahrten von der Polizei zum Auflösungsort am Karlsplatz eskortiert.

Die eigentliche Auflösung wird also wie bisher komplett am Karlsplatz statt finden. Dort sollten die Wagenbesatzungen die LKWs verlassen und gemeinsam mit den Fußgruppen zur Abschlusskundgebung auf dem Schlossplatz gehen.

„Die Streckenänderung ist ausschließlich der Baustelle in der Marktstraße geschuldet“, so der CSD Vorstand. Christoph Michl ergänzt: „An der Baustelle kommen die LKWs schlicht nicht vorbei. Die nun gemeinsam mit den Behörden gefundene einmalige Behelfslösung erscheint uns hier als der einzig sinnvolle Weg den Zug mit 63 Formationen zügig und ohne Sicherheitsbedenken aufzulösen.“

63 Formationen sorgen für politische Bewegung

Vor Ort werden sowohl MitarbeiterInnen des CSD Orgateams, des Ordnungspersonals sowie der Polizei für einen reibungslosen Ablauf sorgen. Für die ZuschauerInnen der Polit-Parade ergibt sich einzig eine Änderung: der bisher übliche Streckenabschnitt „Markt- und Münzstraße“ (direkt am Marktplatz) kann nicht bedient werden. Wer bisher dort stand, sollte sich auf der übrigen Paradestrecke – Böblinger Straße, Marienplatz, Tübinger Straße, Rotebühlplatz, Eberhardstraße – einen Platz suchen. „Wir bedauern die Unannehmlichkeiten für TeilnehmerInnen und BesucherInnen und wünschen dennoch eine gelungene, risikofreie sowie politische Demonstration“, so Christoph Michl.

Erwartet werden 63 Formationen bestehen aus Fußgruppen, Motorrädern, PKWs und LKWs. Im Vergleich: Im Jahre 2009 waren es 50. Insgesamt werden 2.500 bis 3.000 Menschen im Zug erwartet. Im vergangenen Jahr verfolgten laut Polizeischätzungen 200.000 BesucherInnen am Straßenrand die friedliche Polit-Parade. Für 2010 wird mit ähnlichen Zahlen gerechnet.

Bereits bekanntgegeben wurden als TeilnehmerInnen: Sportverein Abseitz e.V., die AIDS-Hilfe Stuttgart e.V., Gemeinsam Statt Einsam e.V., die Elterngruppe Stuttgart e.V., das Kulturzentrum Dieselstrasse e.V, der Lesben und
Schwulenverband in Deutschland (LSVD), die Metropolitan Church Community (MCC), SchubeRT Reutlingen, schwulst e.V., die Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos), die Stuttgarter Junxx e.V., VelsPol Baden-Württemberg e.V., Völklinger Kreis e.V., die Wirtschaftsweiber
e.V. sowie das Zentrum Weissenburg e.V.

Nach der Demonstration findet ab etwa 18.30 Uhr die politische Abschlusskundgebung auf dem Schlossplatz (Buswendeplatte Planie) statt. Auf der Bühne spricht neben CSD Vorstand Christoph Michl, der Bundestagsabgeordnete Michael Kauch (MdB, FDP) zum aktuellen Stand und den wichtigen Forderungen in Sachen Gleichberechtigung von homosexuellen MitbürgerInnen. Michael Kauch wird dabei in Vertretung für die an dem Termin verhinderte Bundesministerin für Justiz und Schirmherrin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger sprechen.

 


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Andreas Meyer-Hanno (* 18. Februar 1932 in Berlin; + 7. September 2006 in Frankfurt) (4)



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